Simone Beller - Forschung und Fortbildung in der Klienkindpädagogik Forschung und Fortbildung in der Kleinkindpädagogik

Forschung und Fortbildung in der Kleinkindpädagogik
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Auf dieser Seite werden die pädagogischen Prinzipien zur Ausarbeitung von individuellen entwicklungsangemessenen pädagogischen Anregungen für ein Kind, sog. Erfahrungsangebote, kurz beschrieben.
Ein ausführliches Beispiel für die Ausarbeitung und Durchführung von Erfahrungsangeboten finden Sie im Dokument "Erfahrungsangebote mit Kuno Bellers Entwicklungstabelle erarbeiten", das Ihnen im PDF-Format zur Verfügung steht.

Pädagogische Umsetzung der Entwicklunginformation

Die Inhalte von kuno Bellers Entwicklungstabelle, d.h. die einzelnen Items, befassen sich mit konkreten Fragestellungen, die mögliches Verhalten des Kindes im Alltag betreffen. Aus diesem Grund lassen sich die mit Kuno Bellers Entwicklungstabelle gewonnen Ergebnisse (Entwicklungsprofil) direkt in Alltagserfahrungen und Anregungen für das einzelne Kind umsetzen. Grundlage für die Ausarbeitung von Erfahrungsangeboten sollte immer das Zweitprofil sein, das 2-4 Wochen nach dem Erstprofil erhoben werden sollte. (Zur Begründung) Die Umsetzung der durch die Erhebung gewonnenen Entwicklungsinformationen erfolgt durch Erfahrungsangebote, die genau auf den Entwicklungsstand des Kindes abgestimmt werden und die auf folgenden beiden Motivationsprinzipien basieren:

Das erste Motivationsprinzip

Die Ergebnisse aus der Erhebung mithilfe von Kuno Bellers Entwicklungstabelle, d.h. das Entwicklungsprofil des Kindes, bilden die Grundlage für die Ausarbeitung von Erfahrungsangeboten für das Kind. Das erste Motivationsprinzip besteht darin, dass der am wenigsten entwickelte Bereich des Kindes mit dem am weitesten entwickelten Bereich des Kindes verknüpft wird. In dem am weitesten entwickelten Bereich des Kindes ist es wahrscheinlich, dass das Kind relativ viele Erfolgserlebnisse hat, während es in dem am wenigsten entwickelten Bereich wahrscheinlich viel Misserfolgserlebnisse oder Angst vor Misserfolgen hat. Durch die Kombination der beiden Bereiche kann das Kind Motivation und Zuversicht aus dem Bereich schöpfen, in dem es Kompetenz, Erfolg und Lust erfahren hat und auf den Bereich übertragen, in dem es bislang relativ wenig Erfolgserlebnisse hatte. So wird für das Kind ein neuer Lernkontext geschaffen, in dem das Kind aus sich selbst heraus motiviert wird, Aufgaben anzugehen, die ihm bislang wenig Erfolg und Freude bereitet haben. Ein Kind zum Beispiel, das in Grobmotorik am höchsten und in Sprache am wenigsten entwickelt ist, wird angeregt sein, Dinge zu benennen und Handeln zu verbalisieren, wenn es grobmotorische Aktivitäten durchführt.

Das zweite Motivationsprinzip

Das zweite Motivationsprinzip ist eng mit dem ersten verknüpft. Um das Selbstvertrauen bei Kind und BetreuerIn und gegenseitiges Vertrauen zwischen Kind und BetreuerIn zu entwickeln und/oder zu stärken, werden anfänglich Erfahrungsangebote für das Kind nur aus Verhaltensweisen aus den Basisphasen des Kindes aufgebaut. Es werden zur Gestaltung des Erfahrungsangebotes aus beiden Bereichen, der Stärke sowie der Schwäche des Kindes, nur Items aus der jeweiligen Basis, d.h. aus der höchsten Phase, in der das Kind noch volle Kompetenz besitzt, ausgewählt. Auf diese Weise wird angestrebt, dass Kind und Erzieher keine Erfahrung von Misserfolg während der Erfahrungsangebote haben. Dadurch, dass das Kind Erfolg erfährt, wird es nicht nur Selbstvertrauen entwickeln, sondern auch Vertrauen in die Betreuerin, da es erfährt „die Betreuerin weiß, was ich mag und gut kann“. Die BetreuerIn entwickelt ebenfalls mehr Selbstvertrauen, da sie erfährt, dass das Kind auf die Erfahrungsangebote reagiert, die sie für es vorbereitet hat.

"Erfahrungsangebote mit Kuno Bellers Entwicklungstabelle erarbeiten", (S. Beller)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leichte Umsetzung de Entwicklungsinformation, da die Befragung auf alltäglichen Verhaltensweisen aufbaut.


Angebote werden genau auf den Entwicklungsstand des Kindes abgestimmt.

 

Erstes Motivationsprinzip:

Hoch- und Tiefpunkte des Profils miteinander verknüpfen

 

 

 

 

 

 

 

 

Dadurch wird für das Kind ein neuer Lernkontext geschaffen, indem das Kind aus sich selbst heraus motiviert wird.

 

Zweites Motivationsprinzip:

Aufbau der pädagogischen Angebote aus Verhaltensweisen, in denen das Kind volle Kompetenz gezeigt hat.

 

Das Kind entwicklelt nicht nur Selbstvertrauen, sondern auch mehr soziales Vertrauen

       
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